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Wissenswertes

Praktiken des Sadomasochismus

Der Sadomasochismus, der in den Medien gern das Bild vom rohen und absonderlichen „Sado-Maso“ bekommt, ist vielmehr ein Spiel auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Abgesehen vom kommerziellen Bereich, in welchem Dominas sich exakt an die Wünsche ihrer Kunden halten, liegt der Reiz des SM im privaten im Ungewissen. Zwar werden Grenzen und Tabus im Voraus abgesprochen, doch in welcher Reihenfolge lustvoll gefesselt, geschlagen oder gepiesackt wird, obliegt dem dominanten Partner, wenngleich das Spiel mittels eines vorher vereinbarten Sicherheitswortes auch abgebrochen werden kann.

Welche Praktiken angewandt werden, obliegt den Partnern selbst. Die einen finden das Fesseln als aufregend genug und binden gelegentlich den Sinnesentzug – wie zum Beispiel Augenbinden oder Knebel mit ein, andere finden Spanking – also das Schlagen mit der flachen Hand – oder mit Gerten deutlich erotischer, aber oft werden zahlreiche Praktiken miteinander kombiniert. Eine Randerscheinung des Sadomasochismus stellt beispielsweise der Klinikfetisch dar, der sich im Extremen bis hin zu Nadeln wagt. Insgesamt handelt es sich beim Sadomasochismus – oder auch BDSM – um eine vielleicht außergewöhnliche, aber nicht um eine verdammenswerte Art des Liebesspiels. Solange alles auf Vertrauen und Respekt beruht und keine Absprachen verletzt werden, kann BDSM zu einem bereichernden Element der eigenen Sexualität werden.